Foto: Freiherr-vom-Stein Berufskolleg Werne
Eine maßgebliche Rolle für die Einführung der Mechatroniker-Ausbildung spielen die engagierten Personen und Institutionen (v.l.n.r): Tobias Heine (Ansprechpartner Werne, IHK zu Dortmund), Jessica Böckmann (Fachbereichsleitung Personal, RCS-Gruppe), Dirk Stephanblume (Bereichsleiter, Freiherr-vom-Stein Berufskolleg Werne), Dr. Nina Jung (Leitung Fachkräftesicherung, WFG Kreis Unna), Jürgen Artmann (Schulleiter, Freiherr-vom-Stein Berufskolleg Werne) und Matthias Stiller (Leiter, Wirtschaftsförderung Werne).

Werne. Die duale Ausbildung zum Mechatroniker oder zur Mechatronikerin soll in Werne ab 2025 möglich werden. Dank der Initiative lokaler Unternehmen, der Wirtschaftsförderung Werne und der WFG Kreis Unna wird daran gearbeitet, den neuen Ausbildungsgang am Freiherr-vom-Stein Berufskolleg Werne einzuführen. Intensive Abstimmungsgespräche aller Beteiligten sind notwendig, um dies zu ermöglichen.

In einer Zeit wachsenden Fachkräftemangels gewinnt die duale Ausbildung zunehmend an Bedeutung. Eine vielfältige Auswahl an Berufsausbildungen ist somit unerlässlich. Erstmals soll daher die Mechatroniker-Ausbildung im Kreis Unna angeboten werden. Matthias Stiller, Wirtschaftsförderer der Stadt Werne, betont die Bedeutung dieser Initiative: „Es wäre ein riesiger Gewinn für Werne und über die Grenzen hinaus, wenn wir die Ausbildung ab 2025 starten könnten.“ Die Einführung dieses Ausbildungsgangs soll nicht nur den lokalen Arbeitsmarkt stärken, sondern auch die Attraktivität der Region als Wirtschaftsstandort steigern.

RCS passt Ausbildung an

Ein weiterer wichtiger Partner bei der Einführung des neuen Ausbildungsgangs ist die RCS-Gruppe. Der Entsorgungs- und Recyclingbetrieb setzt sich bereits seit über 20 Jahren aktiv für die Förderung qualifizierter Fachkräfte ein. Ab dem Schuljahr 2025/26 plant das Unternehmen sein Ausbildungsangebot umzustellen und statt drei Lehrstellen für Industriemechaniker diese für Mechatronikerinnen und Mechatroniker anzubieten. Jessica Böckmann ist die Fachbereichsleitung für Personal bei der RCS-Gruppe und betont die Bedeutung dieser Entscheidung: „Wir sehen in der Mechatroniker-Ausbildung eine Chance, den zukünftigen Anforderungen in unserem Unternehmen und der Industrie insgesamt besser gerecht zu werden. Die Integration von Mechanik, Elektronik und Informatik entspricht den Anforderungen unserer modernen Produktionsprozesse und eröffnet unseren Auszubildenden vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten. Wir sind überzeugt, dass die Einführung dieses Ausbildungsgangs nicht nur unsere Fachkräftesicherung stärken würde, sondern auch dazu beitragen würde, den technologischen Fortschritt in unserer Region voranzutreiben.“ Die Umstellung des Ausbildungsangebots sei eine Anpassung an den sich kontinuierlich wandelnden Arbeitsmarkt.

Komplexer Lehrgang

Die 3,5-jährige Mechatroniker-Ausbildung kombiniert Elemente der Mechanik, Elektronik und Informatik. Somit werden Fachkräfte ausgebildet, die in der Lage sind, komplexe mechatronische Systeme zu verstehen, zu entwickeln und zu warten. Während ihrer Ausbildung erwerben die angehenden Mechatronikerinnen und Mechatroniker fundierte Kenntnisse in den Bereichen Mechanik, Elektrotechnik, Steuerungstechnik, Programmierung und Robotik. Sie lernen, technische Probleme zu analysieren, Lösungen zu entwickeln und innovative Technologien einzusetzen. Dank des dualen Ausbildungssystems erfolgt der theoretische Lehrgang in enger Zusammenarbeit mit regionalen Unternehmen. Dort können die Auszubildenden ihr theoretisches Wissen direkt in die Praxis umsetzen.

Die Einführung des Mechatroniker-Ausbildungsgangs könnte ein wichtiger Schritt zur Sicherung qualifizierter Fachkräfte in der Region sein. Die Verknüpfung von theoretischem Wissen und praktischer Erfahrung im Betrieb bereitet die Auszubildenden optimal auf die Anforderungen des Arbeitsmarktes vor. Das Freiherr-vom-Stein Berufskolleg Werne und die lokalen Unternehmen planen mit diesem neuen Ausbildungsgang eine weitere Möglichkeit der beruflichen Entwicklung für junge Menschen.

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